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Dezember 2017

Mattias Manske Buch: Entscheidung im siebten JahrNeuheiten Vollplastische Zinnfiguren

Buchrezension von Martin Schabenstiel, erschienen im VFZ-Magazin September/Oktober 2014:



Warum Sammler (manchmal) die besseren Historiker sind


Zum neuen Buch unseres Sammlerfreundes Matthias Manske


Oberflächlich betrachtet lässt die Literatur über Friedrich den Großen zumal nach der neuer-lichen Bücherflut im Gedenkjahr 2013 kaum noch Wünsche offen. Es wurde – so scheint es – schon alles geschrieben, nur noch nicht von jedem. Bei näherem Hinsehen ergibt sich ein anderes Bild: Über die Feldzüge des berühmtesten aller Preußenkönige ist seit über 100 Jahren keine zusammenhängende Darstellung mehr erschienen, die über das oft kritiklose Abschreiben vorhandener Literatur hinausgeht.


Das vielbändige, noch im 19. Jahrhundert erschienene Generalstabswerk ist zwar nach wie vor eine Quelle ersten Ranges, aber in seiner Gesamtheit für den Sammler weder greifbar noch lesbar. In diesem Sinne füllt unser Sammlerfreund Matthias Manske auch mit dem zweiten Band seiner Buch-Trilogie „Geschichte des Siebenjährigen Krieges in Mitteleuropa“ durchaus eine Lücke. Gegenüber dem 1. Band „Der Weg nach Leuthen“ weist die Fortsetzung „Krieg an sechs Fronten“ mit den dramatischen Kriegsjahren 1758 und 1759 noch einmal eine Steigerung auf, was Lesbarkeit und Ausstattung betrifft. Wieder einmal erweist sich, dass der von seiner Sache begeisterte Liebhaber dem Berufshistoriker nicht selten überlegen ist, wenn es um eine fassliche und zugleich farbige Darstellung eines Stoffes geht. Zugleich zeigen sich die Früchte der harten Schule, durch die der ernsthafte Sammler kulturhistorischer Figuren geht: Wer auch nur einmal vor der Aufgabe stand, ein Gefecht, eine Lager oder auch nur eine Marschkolonne schlüssig darzustellen, weiß um die zahllosen praktischen Fragen, von denen der  nur seinen papierenen Quellen verhaftete professionelle Geschichtswissenschaftler gar keine Ahnung hat – und oft auch gar nicht haben will.


Angesichts der Überfülle seines Themas erweist sich unser Sammlerfreund auch als Meister der Kunst des Weglassens. Es stimmt, wenn der Autor behauptet, sein  Buch lasse sich „in einem Rutsch“ durchlesen, der Rezensent hat im Sommerurlaub die Probe aufs Exempel gemacht. Dass im Sinne der Lesbarkeit nicht bei jeder Aktion alle beteiligten Truppenteile mit ihrer jeweiligen Position aufgeführt sind, ist versteht sich so gesehen von selbst. Das lässt im fall des Falles tatsächlich in Einzeldarstellungen oder eben im erwähnten Generalstabswerk nachschlagen. Dafür beschreibt Manske in flüssiger Form nicht nur, was  passiert ist – er versucht auch eine Antwort auf die Frage, warum es so und nicht anders passiert ist. Mit anderen Worten: Der Autor untersucht Kausalitäten und Alternativen und scheut sich auch nicht, strategische Fehlentscheidungen zu benennen – wohl wissend, dass es der Analytiker 250 Jahre nach den Ereignissen viel leichter hat als der im Sturm der Ereignisse stehende, oft auch noch politischen Rücksichten verpflichtete Feldherr.


Auch sonst geht der Autor durchaus kritisch an seinen Stoff heran: zum ersten Mal überhaupt werden alle in alten Feldzugsakten und Augenzeugenberichten auftauchenden Ortsnamen überprüft, um ihre tatsächliche Lage und heutige Schreibweise herauszufinden. Dafür wurden Tausende von Angaben durch ein hochmodernes Satellitenprogramm gejagt und die Ergebnisse mit Hilfe von Google Earth verortet. Entsprechend innovativ sind die extra für dieses Buch gestalteten Karten. Noch bestechender wirken die von unserem Sammlerfreund Prof. Johann-Peter Scheck angefertigten, durchgängig farbigen Fotos der ausschließlich mit vollplastischen Figuren der Firma Manske gestalteten Szenen. Durch die perfekte Abstimmung von Figur, Gelände und Hintergrund ergibt sich eine frappierend lebensnahe Wirkung, die deutlich macht, welche Ausdruckskraft in den Figuren liegt. Da ist es nur folgerichtig, wenn ihnen und ihrer Bemalung die letzte Seite gewidmet ist.


Fazit: Eine Pflichtlektüre für jeden Friderizianer, ein spannendes Lesevergnügen für jeden historisch Interessierten und nicht zuletzt eine optimale Werbung für unser schönes Steckenpferd.


Martin Schabenstiel





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Buch: Krieg an sechs Fronten

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